In einer Paartherapie entwickeln Sie Ihre partnerschaftliche Beziehung weiter. Sie finden ein gutes Gleichgewicht zwischen Autonomie und Unabhängigkeit einerseits und Bindung und Nähe andererseits. Auch für Qualitäten wie Geben und Nehmen / Bewahren und Veränderung / Zweisamkeit und "Als Paar in Gesellschaft" finden Sie die für Sie passende Balance.

Auch scheinbar unlösbare Konflikte bei der Kindererziehung oder das herausfordernde Leben in einer Patchwork-Familie, das mit ihren neuen und ehemaligen Beziehungen sehr schwierig sein kann, sind ein guter Grund, eine Paartherapie zu machen.

Sie  stellen Ihre partnerschaftliche Beziehung auf eine stabile Basis. Oder Sie trennen sich so, dass Sie weiterhin respektvoll miteinander umgehen können.

Wenn Sie gemeinsame Kinder haben lösen Sie nur die Partnerschaft auf. Die Elternschaft bleibt weiter bestehen und sie respektieren sich gegenseitig als Mutter / Vater der gemeinsamen Kinder. So erreichen Sie, dass die Kinder nicht von Ihrem Konflikt belastet werden.

Vielleicht haben Sie ein anderes gemeinsames Projekt, zum Beispiel ein Familienunternehmen? Auch dann beenden Sie auch nur die Partnerschaft. Das gemeinsame berufliche Engagement bleibt. Durch die klare Trennung ihrer Rollen als Ex-(Ehe)Paar und berufliche Kollegenschaft wird das gemeinsame berufliche Projekt nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Systemische Therapie als Videokonferenz online wahrnehmen.

Überall dort, wo Sie einen ruhigen Raum, ein Notebook oder Smartphone mit Kamera und Internetanschluss zur Verfügung haben, können wir online zusammen arbeiten. 

Systemische Paartherapie

Vielleicht liegen die für Sie schwierigsten Konflikte nicht in der Auseinandersetzung mit sich selbst, sondern in den Konflikten innerhalb der Partnerschaft? Jeder Mensch bringt sich mit seiner ganzen Persönlichkeit in eine verbindliche Beziehung oder Ehe mit ein. Alle Prägungen aus der Herkunftsfamilie, Glaubenssätze, Verhaltensmuster, die ganze Familienkultur fließt in die aktuelle Partnerschaft mit ein. 

Es gibt unendlich viele Gründe, die zu Beziehungskonflikten führen können. Manchmal entstehen scheinbar unauflösbare Konflikte direkt in der Paardynamik, manchmal wegen Beziehungen außerhalb der Partnerschaft, oder wegen der gemeinsamen Kinder, manchmal im Konflikt mit den alten Eltern - um nur einige zu nennen.

Die systemische Beratung ist besonders hilfreich, um die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Mitgliedern eines Systems untereinander zu klären und störende Dynamiken aufzulösen.

Eine besondere Chance der systemischen Beratung liegt in der flexiblen Gestaltung der Sitzungen. Je nach Bedarf können die Termine mit oder ohne Partner/in stattfinden.

In einer Paartherapie lernen die an der Beziehung beteiligten Personen, sich aufeinander zu beziehen, und zwar auf eine Weise, die allen Beteiligten gut tut. In einer gelingenden Beziehung kann jede/r persönlich wachsen.  Eine lebendige Beziehung entwickelt sich mit der persönlichen Entwicklung der Beziehungspartner*innen kontinuierlich weiter.

In einer gelingenden Partnerschaft gibt es Ausgewogenheit bei den wesentlichen Prinzipien einer Beziehung. Sich gegenseitig bereichernde Aspekte wie Geben und Nehmen, Autonomie und Verbindlichkeit, Nähe und Distanz, Veränderung und Kontinuität sind dann ausbalanciert. Zweisamkeit und Offenheit für den intimen Kontakt zu anderen Personen sind mit verlässlichen Spielregeln geklärt.

Es liegt in der Natur einer verbindlichen Beziehung, dass sie uns unsere persönlichen Grenzen aufzeigt: das sie uns an die Punkte unserer Persönlichkeit führt, an denen wir uns selbst blockieren. Oft sind das Verhaltens- und Denkmuster, die in der Beziehung mit jeder anderen Person genauso oder ähnlich auftreten würden.

Die kontinuierliche Verbindung zu anderen Personen, zu der wir sehr viel Zuneigung empfinden, gibt einer verbindlichen Beziehung eine existentielle Qualität. Wir möchten die Person auf keinen Fall verlieren, sondern uns sicher in Verbindung fühlen. Und zwar auf allen Ebenen: kognitiv, emotional und körperlich.

Darin liegt die wunderbare Chance, die persönlichen Lebensthemen zu erkennen und sich in der Auseinandersetzung mit den Beziehungskonflikten persönlich weiter zu entwickeln. Das kommt allen zugute. Den Personen, die in Beziehung stehen, und selbstverständlich auch deren Kindern und anderen Personen, die zur Familie oder Wahlfamilie gehören.

Unabhängig davon, ob ein Paar weiterhin zusammen bleibt, sich immer wieder neu findet und die Beziehung entsprechend den sich verändernden Gegebenheiten neu erfindet, ob ein Paar sich einvernehmlich und auf eine konstruktive und möglichst wertschätzende Weise trennt: die  persönliche innere Weiterentwicklung, die durch einen therapeutischen Prozess begleitet wird, ist immer eine gute Investition in die Zukunft.

Wenn Menschen ihre Erfahrungen - auch die des Scheiterns - reflektieren und daraus lernen, erhalten auch schwierige Erfahrungen Sinn. Die abgeschlossene Beziehungserfahrung belastet nachfolgende Beziehungen nicht, sondern kann sogar dazu beitragen, sie auf eine solidere Basis zu stellen. Und wenn es gemeinsame Kinder gibt ist es besonders wichtig, in gegenseitigem Respekt und möglichst freundschaftlich als Eltern gemeinsam für das Wohl des Kindes zu sorgen. Denn die Elternschaft können wir - im Gegensatz zur Partnerschaft - nicht auflösen.


Beispiel: zwei Sichtweisen auf denselben Sachverhalt

Bei heftigen Konflikten ist es schwierig, die Sichtweise des anderen nachzuvollziehen. Vielleicht ist es aber doch nur die andere Seite derselben Medaille?

Sehr oft sind es die eigenen Bedürfnisse die wir überhaupt erst einmal wahrzunehmen lernen, so dass wir sie benennen und dem Anderen gegenüber vertreten können.

Die Chance in intimen, verbindlichen Beziehungen liegt darin, dass sie uns mehr als alle anderen Beziehungen mit den Teilen unserer Persönlichkeit in Kontakt bringen, die noch persönliche Entwicklung brauchen. Konflikte in der Paarbeziehung können wir als Hinweise auf innere Konflikte sehen. Es lohnt sich, erst einmal hier hinzuschauen, bevor wir die Beziehung beenden. Sonst kann es sein, dass wir in der nächsten Beziehung nach nicht all zu langer Zeit, wieder mit demselben Phänomen konfrontiert sind.