MBCT-8-Wochen-Kurse bei Depressionen und Ängsten

in Ludwigsburg

Der MBCT-Kurs ist ein Kurs in einer Gruppe von 6 bis 8 Personen für Menschen mit Depressionen und Ängsten.

Das MBCT-Curriculum - Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie

Das MBCT-Kurs (Mindfulness-based Cognitive Therapy) ist ein intensives, angeleitetes Training zur Rückfall-Prävention bei rezidivierenden Depressionen und zur Reduktion von Ängsten.

Vor allem ist der MBCT-Kurs ist ein intensives Achtsamkeits-Training und kombiniert die Inhalte des MBSR-Kurses (Mindfulness-based Stress Reduktion) nach Jon Kabat-Zinn mit Elementen der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Die Professoren Williams, Teasdale und Segal entwickelten den MBCT-8-Wochen-Kurs speziell für Menschen, die bereits einmal oder mehrfach eine depressive Episode durchlebt haben oder immer wieder Ängste wie Panikattacken, Phobien oder generalisierte Ängste haben.

schwierige Situationen der Depression und Angst achtsam erforschen

Am Kurs nehmen also ausschließlich Menschen teil, die selbst schon Erfahrungen mit Depressionen oder Ängsten gemacht haben. In der Gruppe finden sie einen geschützten Rahmen, in dem sie lernen, offen und neugierig, aufmerksam und wertschätzend mich sich selbst zu sein. Und das auch dann, wenn sie an sich selbst Dinge nicht mögen oder ablehnen. Hier können sie ihre Erfahrungen gemeinsam erforschen und einen neuen Umgang mit den schwierigen Situationen der Depression und der Angst entwickeln:

- sich eine lebendige Praxis der Achtsamkeit aneignen, die zum jeweiligen Alltag passt

- insgesamt den inneren Stresspegel reduzieren und sich dadurch besser konzentrieren können

- sich selbst besser kennen und akzeptieren lernen

- einen neuen Weg finden, um gut für sich zu sorgen

- kompetent mit Ängsten umgehen

- aus depressiven Verstimmungen schneller wieder herauskommen

- erste Frühwarnsignale für eine beginnende depressive Episode bemerken und wissen, was in dieser schwierigen Situation wesentlich ist und was jetzt gut tun würde

- selbstständig und eigenverantwortlich die notwendigen Schritte umsetzten und gut für sich sorgen

- das Karussell aus negativen Gedanken und unangenehmen Gefühle stoppen können

- sich nicht in den Sog der depressiven Gedanken und der Gefühle von Angst und Ohnmacht ziehen lassen

- in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben, z.B. bei innerer Unruhe, Gefühlen von Überforderung, innerem Druck oder im Konflikt mit anderen Menschen

- die Achtsamkeitspraxis des MBCT ist durch seine Stressreduzierende Wirkung auch förderlich bei Schlafstörungen und anderen Beschwerden, die durch Stress verstärkt werden.

tägliche Übung der Achtsamkeit

Das selbstständige Üben der Achtsamkeits-Methode zwischen den Kursterminen ist von wesentlicher Bedeutung, damit Sie eine eigene Achtsamkeitspraxis entwickeln, die Sie auch nach Abschluss des MBCT-Kurses lebendig halten können. Planen Sie dafür 30 bis 45 Minuten täglich ein.

Struktur der Kurseinheiten

Der MBCT-Kurs hat einen klar strukturierten Aufbau und die Kurseinheiten bauen inhaltlich aufeinander auf. Vor allem Anderen geht es darum, dass Sie während der zwei Monate eine eigene Achtsamkeitspraxis entwickeln, die Sie sie nach dem Kurs als gute neue Gewohnheit weiter aufrecht erhalten.

Die gemeinsame Achtsamkeitsmeditationen finden im Liegen, Sitzen, im Gehen und der achtsamen Bewegung statt. Sie wechseln sich mit Kurzvorträgen und dem Gespräch in der Gruppe ab.

Die Meditationen sind der wichtigste Bestandteil jedes Termins. Sie müssen dafür keine besonderen Fähigkeiten mitbringen - es geht nicht darum, etwas besonderes zu leisten, sondern darum, sich immer wieder auf den Moment einzulassen, wie er jetzt gerade ist. Sie lernen, im Alltag viel aufmerksamer zu sein und mit sich selbst freundlich und wohltuend umzugehen.

Ob es für Sie jetzt gerade ein guter Zeitpunkt ist, um überhaupt an einem Achtsamkeits-Kurs teilzunehmen und ob es ein MBCT- oder ein MBSR-Kurs sein sollte: das sind Fragen, die wir vorab im persönlichen Vorgespräch klären können.

Inhalt des MBCT

Die 8 Kurseinheiten bauen inhaltlich aufeinander auf. Gegen Ende des Kurses findet der Achtsamkeitstag statt. Durch das tägliche Üben haben die Teilnehmenden dann schon viel Achtsamkeitspraxis gelernt:

- aufmerksam im Moment sein und nicht automatisch und unbemerkt in ein negatives, selbstabwertendes Denken und Verhalten hinein geraten, das Unwohlsein, angstgesteuertes Denken und Handeln und eine depressive Stimmung verschlimmert und aufrecht erhält

- mit sich selbst in einem freundlichen Kontakt sein und sich selbst liebevoll begleiten, auch wenn Dinge nicht gelingen

- mit inneren Konflikten und unangenehmen Gefühlen und Gedanken bewusst und selbstfürsorglich umgehen. So bleiben Sie selbstwirksam, statt sich hilflos und ohnmächtig den Umständen ausgeliefert zu fühlen

Insgesamt lernen Sie, frühzeitig zu bemerken, wenn sich -  mit ersten Warnsignalen des Körpers, des Denkens und Fühlens sowie des eigenen Verhaltens  - der Beginn einer depressiven Phase ankündigt oder Ängste stärker werden. Und Sie haben dann gelernt, was Sie in einer solchen schwierigen Situation  tun können, um nicht tiefer und tiefer in den Sog der Abwärtsspirale aus depressivem Erleben und Angst  hinein zu geraten.