Scheinbar unlösbare Konflikte bei der Kindererziehung oder das herausfordernde Leben in einer Patchwork-Familie, das mit ihren neuen und ehemaligen Beziehungen sehr schwierig sein kann, sind ein guter Grund, eine Familientherapie zu machen.

Auch wenn einzelne Familienmitglieder von einer chronischen Krankheit betroffen sind oder unter psychischen Störungen leiden kann das die gesamte Familiendynamik beherrschen. Alle sind dann betroffen. Manchmal spricht man von Co-Abhängigkeit. Gemeinsam die Familie einen Weg erarbeiten, wie sie in Zukunft konstruktiv mit den Herausforderungen umgehen wollen.


Systemische Familientherapie

Manchmal entstehen sehr schwierige Konflikte zwischen den Eltern aus der Tatsache, dass sich Vater und Mutter / Vater und Vater / Mutter und Mutter nicht einig darüber sind, wie sie ihre Kinder erziehen wollen. Das kann auf der Paarebene so zermürbend sein, dass sie daran zu zerbrechen droht. Oder es gibt Schwierigkeiten mit der Patchwork-Familie? Oder ein Familienmitglied hat eine langanhaltende psychische Störung entwickelt, ist chronisch krank oder hat einen Suizid(versuch) gemacht? Solche sehr schwierigen Situationen, die das Leben uns zumutet, sind ein guter Grund, sich von einer Familientherapie begleiten zu lassen.

Das Leben wirft uns häufig diese oder noch viel mehr Herausforderungen vor die Füße und es ist völlig normal, manchmal damit überfordert zu sein. Es ist ein Zeichen von persönlicher Stärke, dass Menschen sich Hilfe holen, wenn sie allein nicht mehr weiter wissen.

Mit der Systemischen Familientherapie können Sie die zwischenmenschliche Familiendynamik klären und zum Guten wenden. Alle Personen die von einer schwierigen Situation in irgendeiner Weise, betroffen sind, können auch zu deren Lösung beitragen und sind in der Therapie willkommen.

Familientherapie für Familien mit psychisch kranken Angehörigen:

Gibt es in Ihrer Familie ein Elternteil oder ein Kind mit einer generalisierten Angststörung, wiederkehrenden Depressionen, Zwangsgedanken oder einer Essstörung wie Magersucht oder Bing-Eating? Die psychische Störung eines Familienmitglieds und ihre Auswirkungen beherrschen oft das gesamte Familienleben.

Wenn die psychische Störung sehr hartnäckig ist, dann ist es für Angehörige von Menschen mit psychischen Schwierigkeiten kaum möglich, nicht in den Sog zu geraten, den die Krankheit auf alle Familienangehörige ausübt. Angehörige entwickeln dann oft, ohne es zu merken und ohne es zu wollen eine "Co-Abhängigkeit" mit der psychischen Erkrankung des Familienmitglieds.

Manchmal ist es umgekehrt: die Paardynamik der Eltern und deren Prägungen aus der Herkunftsfamilie erzeugen ungewollt und unbemerkt eine für Kinder sehr schwierige Familiendynamik. Das fördert es, dass Kinder Symptome wie Essstörungen, Depressionen, Ängste und Zwänge, bis hin zum Schul-Burnout entwickeln.

Familienangehörige leiden dann nicht nur sehr unter der Krankheit des Familienmitglieds - sie fördern dann sogar durch ihr Verhalten unbewusst das Weiterbestehen der Psychischen Störung. Eine Familientherapie kann sehr hilfreich sein und viel bewirken, wenn alle, die von den Auswirkungen dieses Wechselspiels in der Familie betroffen sind, gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Eine besondere Chance der systemischen Familien-Therapie liegt daher in der flexiblen Gestaltung der Sitzungen. Je nach Bedarf können die Termine mit allen Personen stattfinden, die als Familie/ Pachworkfamiie/ Wahlfamilie in Beziehung stehen oder nur mit einigen von ihnen.