Meditation und achtsamkeitsbasierter Ansatz

Sie lassen bewusstes Gewahrsein, Akzeptanz und Wohlwollen sich selbst gegenüber entstehen. Und die Erfahrung zeigt: aufrichtiges Selbstmitgefühl bewirkt Mitgefühl für Andere.

 

Meine achtsame Grundhaltung beruht auf den Programmen der Achtsamkeitsmeditation (mindfulness/MBSR/MBCT) und meiner eigenen Meditationspraxis im Zen. Viele Jahre lang habe ich MBSR- und MBCT-Kurse geleitet. Jetzt lasse ich diese wertvollen Elemente in alle von mir angewandten Methoden einfließen.

Die achtsame innere Haltung und die Praxis der Achtsamkeitsmeditation aus dem Achtsamkeits-Training (MBSR / MBCT) ist eine wundervolle „Hilfe zur Selbsthilfe“ für alle, sie sich auf den Weg machen, um Achtsamkeit als festen Bestandteil in ihren Alltag zu integrieren.

MBSR und MBCT

Ich vermittle diese Methoden gerne in der Psychotherapie für einzelne Personen.

Sie passt sehr gut zum systemischen Ansatz. Achtsamkeitsmeditation bewirkt eine stärkere, bewusste Selbstwahrnehmung und bereichert damit den therapeutischen Prozess.

Vielleicht haben Sie bereits Erfahrungen mit Mediation gemacht und merken, dass sich daraus Fragen ergeben, die eher therapeutischer Art sind? Dann bin ich in persönlichen Gesprächen gerne für Sie da.

Achtsamkeitsmeditation kennen lernen

Meditieren und Achtsamkeit im Alltag lernt man am besten in der Gruppe und bei der Teilnahme an einem klassischen MBSR- oder MBCT-8-Wochen-Kurs. So ein Kurs und eine psychotherapeutische Begleitung passen sehr gut zusammen.

Angebote finden Sie zum Beispiel bei Sabina Braner und ihren MBSR-Kursen an der VHS in Gerlingen.

Weitere MBSR- und MBCT-Kurse finden Sie auf der Homepage des MBSR-Verbandes. Auch Online-Kurse haben sich bewährt.


Was ist MBSR?

MBSR steht für 'Mindfulness based Stress Reduction', also 'Achtsamkeits-basierte Stress-Reduktion'. Die Achtsamkeitsmeditation wird auch oft als 'Stressbewältigung durch Achtsamkeit' bezeichnet.

Der MBSR-8-Wochen-Kurs ist ein intensives Training, das der US-Medizinprofessor Jon Kabat-Zinn in den 1970er Jahren entwickelte.  Sowohl MBSR als auch MBCT wurden seither wissenschaftlich gründlich erforscht, sind evidenzbasiert und gehören in vielen psychosomatischen Kliniken zum Standard.

Was ist MBCT?

MBCT steht für 'Mindfulness based Cognitive Therapy', also 'Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie'.

Sie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, das vor ungefähr 25 Jahren speziell für Menschen mit rezidivierenden depressiven Episoden entwickelt wurde. Es wirkt als Rückfallpropyhlaxe.

Sie können sich MBCT durch kontinuierliches Training aneignen und für sich anwenden. Sie lernen, Signale frühzeitig zu bemerken: das können die ersten Warnsignalen des Körpers, des Denkens (zum Beispiel bestimmt Denkinhalte) und Fühlens (zum Beispiel Ängste), sowie des eigenen Verhaltens sein. Vielleicht kündigen sie den möglichen Beginn einer depressiven Phase an?

Durch das Anwenden von konkreten und für diese Fälle entwickelten Achtsamkeitsübungen kann eine depressive Episode abgeschwächt, abgewendet oder verkürzt werden. Durch die Schulung im Umgang mit der eigenen Depression entsteht ein Erleben von Selbstwirksamkeit.


Wie das "Achtsam sein im Alltagsgeschehen" und die "Achtsamkeitsmeditation" wirken

  • tägliche Herausforderungen gelassener und mit klarem Geist meistern
  • auch in stressigen Situationen souveräner und besser handlungsfähig bleiben
  • schwierige Emotionen regulieren können statt sie vermeiden zu müssen
  • die eigenen Bedürfnisse kennen und formulieren können
  • so weit wie möglich selbst für eigene Bedürfnisse sorgen, ohne Anderen zu schaden
  • die eigenen Grenzen kennen und Anderen gegenüber angemessen vertreten
  • mit sich selbstwertschätzend und freundlich umgehen: sich selbst als die beste Freundin / der beste Freund wohlwollend begleiten
  • sorgenvolles Kopfkino und Grübeln rechtzeitig bemerken und konstruktives Denken aktivieren
  • aus einem (nächtlichen) Gedanken-Karussell aussteigen können
  • aufmerksames Beobachten und eine akzeptierende und freundliche (nicht ablehnende) Grundhaltung sich selbst gegenüber
  • die eigenen Stärken und Schwächen kennen
  • ein realistisches Selbstwertgefühl und gesundes Selbst-Bewusst-Sein entwickeln

Achtsam im Alltag zu sein heißt ganz konkret: aufmerksam körperliche Empfindungen spüren (tasten), sehen, hören, riechen und schmecken

Das ist wie eine Einladung für heiter-gelassene und zugleich lebendige Augenblicke, die sich dann einstellen, wenn wir ganz sinnlich wahrnehmen.

Augenblicke des Alltags mit der vollen Aufmerksamkeit und mit allen Sinnen wahrnehmen: das können Sie trainieren.

Allmählich stärken Sie Ihre Fähigkeit, auch sehr unangenehme und emotional aufgeladene innere Zustände besser regulieren zu können. Sie lernen, mit ihren Gefühlen und den einhergehenden körperlichen Empfindungen im Kontakt sein und zugleich mit ihnen umgehen zu können.


Hörprobe "Achtsamer Kontakt zu mir selbst" (7 Minuten)